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Vitaminschutz für die gesunde Zelle

von Mag. Lieselotte Cendon


Vitamine sind die Topmanager unter den Nährstoffen: Sie organisieren lebenwichtige Abläufe im Stoffwechsel und sie sorgen dafür, dass alles reibungslos funktioniert. Wie zum Beispiel die Vitamine A, C, K und Betakarotin, so genannte Antioxidantien. Sie schützen Zellen vor den Angriffen freier Radikale, aggressive Substanzen , die unserer Haut zusetzen und schlimmstenfalls Krankheiten wie Arteriosklerose oder Krebs verursachen können.

Auch im Hinblick auf das Immunsystem leisten Vitamine ganze Arbeit. Sie regen die Bildung von Immunzellen an und steigern deren Aktivität. Bekannt sind solche Effekte bei Vitamin A, C und E sowie bei den Mineralstoffen Zink und Selen. Gut zu wissen: Der Körper kann Vitamine nicht selbst herstellen. Um Mangelerscheinungen zu vermeiden, müssen die kleinen Helferlein daher von außen zugeführt werden. Doch ab wann ist der Körper optimal mit Vitaminen versorgt? Laut Ernährungswissenschaft reicht eine ausgewogene Ernährung mit magerem Fleisch und Fisch, frischem Obst und Gemüse, Vollkorn und Milchprodukten völlig aus, den Vitaminbedarf zu decken. Doch Ausnahmen bestätigen die Regel. Raucher, Sportler, Gestresste, Senioren, Schwangere und Frauen, die Hormone nehmen, haben generell einen höheren Vitaminbedarf.


Auch in Grippezeiten kann es sinnvoll sein, mehr Vitamine zu sich zu nehmen. Eine Möglichkeit, die Vitaminzufuhr in den Wintermonaten gegebenfalls zu erhöhen, stellen Vitaminpräparate dar. Sie sind in großer Vielfalt im Handel erhältlich und können in der kalten Jahreszeit den Ernährungsplan abrunden. Doch bevor wahllos Pillen geschluckt werden, sollte vom Arzt abgeklärt werden, ob überhaupt ein zusätzlicher Bedarf besteht oder nicht. Denn laut einer Studie des deutschen Verbrauchermagazins "Öko-Test" sind viele Vitaminpräparate falsch dosiert oder zusammengesetzt. Mögliche Folgen: Überdosierungen, die ernsthafte, Nebenwirkungen zur Folge haben können.



So kommen Sie fit und schön durch die kalte Jahreszeit:

5 mal am Tag: Um den Tagesbedarf an Vitaminen abzudecken, sollten 5 Portionen Obst und Gemüse täglich gegessen werden. Laut "American Journal of Clinical Nutrition" nimmt das Krankheitsrisiko mit zunehmenden Gemüseverzehr ab. Eine besonders positive Wirkung hat grünes Blattgemüse, welches das Risiko, an einem Herzinfarkt zu erkranken, drastisch senken soll.

Und: Studien mit Zwiebel, Knoblauch oder Kren belegen eindrucksvoll, dass deren regelmäßiger Verzehr gegen Harnwegsinfekte und Erkältungen vorbeugen kann. Der Grund dafür: Die darin enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe besitzen eine antimikrobielle Wirkung, die dabei hilft, Infektionen zu verhindern.

Kaltgepresste Pflanzenöle sind ein wahrer Jungbrunnen für die Haut. Schon ein Teelöffel Weizenkeimöl deckt den empfohlenen Tagesbedarf an Vitamin E. Damit Sie im Winter nicht alt aussehen: Fisch und Hülsenfrüchte sind reich an Selen, welches das Gewebe jung und elastisch hält.

Beim Kauf von Obst und Gemüse auf die Herkunft achten. Je ferner das Anbaugebiet, desto weniger Wirkstoffe. Im Herbst und im Winter empfiehlt es sich daher, zu heimischen Vitaminbomben wie Kraut, Erdäpfeln oder Broccoli zu greifen. Eine gute Quell ist Tiefkühlgemüse, das zum optimalen Reifezeitpunkt vitaminschonend gefrostet wird.

Viele Vitamine sind empfindlich gegen Sauerstoff, Wärme und Licht. Daher gilt: Gemüse im Kühlschrank lagern, nährstoffschonend garen (dämpfen, dünsten im Folienbeutel im Dampfdrucktopf) und nur mäßig erhitzen.



Die wichtigsten Vitamine!

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